Ganztagsschule

Lernen, wie wir es verstehen, ist eine umfassende Aneignung der Welt. Es ist vieles mehr als die einseitige Aneignung kognitiven Wissens. Kinder und Jugendliche lernen mit allen Sinnen, aktiv, zusammen mit anderen, sie forschen und entdecken, lernen dabei Regeln und Ordnungen und entwickeln sich zu Persönlichkeiten. Die Schule ist ein Lebens- und Erfahrungsraum für die jungen Menschen.

Solches Lernen braucht Zeit und eine sinnvolle Rhythmisierung des Schultages. Deshalb ist Ganztagsunterricht notwendig, um unser pädagogisches Konzept gut umsetzen zu können. Dazu erfüllt er auch Elternwünsche nach pädagogisch wertvoller Betreuung ihrer Kinder. Hausaufgaben im herkömmlichen Sinn fallen nach der Schule nicht mehr an.

Die Ausweitung unserer Schule zur Ganztagsschule ist im Austausch mit Eltern entstanden und hat ihre Bedürfnisse mit den pädagogischen Erfordernissen zusammengebracht. Deshalb haben wir eine z.T. noch offene Ganztagsschule, d.h. dass einige Angebote am Nachmittag nicht verpflichtend, sondern frei wählbar sind. Alle Angebote werden von ausgebildeten LehrerInnen und PädagogInnen, manchmal in Kooperation mit anderen Fachkräften und manchmal auch von SchülerInnen für SchülerInnen durchgeführt.

Die Angebote erstrecken sich über einen Zeitraum von 7.50 Uhr bis 17.00 Uhr.

Generell steht zu Beginn des Schultages ein halbstündiger offener Beginn (OFB), der dem ruhigen Ankommen und Einstimmung auf den Schultag dient. Die SchülerInnen können ihre "Ämter" erledigen, gleich mit der Freiarbeit beginnen oder Einzelberatung durch die MentorInnen/ FachlehrerInnen in Anspruch nehmen.

Freitags ist für alle Gruppen um 14.15 Uhr Unterrichtsschluss.

Die Rhythmisierung der täglichen Abläufe unterscheidet sich in den einzelnen Stufen:

Im täglichen Kreis (A-Gruppen) und in den wöchentlichen Mentorenstunden (ab dem 4. Schuljahr) findet der Austausch der Schüler untereinander, Besprechungen und Abmachungen, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft betreffen, Konfliktgespräche, die Planung gemeinsamer Vorhaben usw. statt.

In der einstündigen Mittagspause wird für alle in der Mensa täglich ein gesundes warmes Mittagessen angeboten. Die A-Kinder essen in ihren eigenen Räumen zusammen mit den PädagogInnen.

In den Pausen stehen den SchülerInnen und Schülern je nach Alter unterschiedliche Angebote zur Verfügung:

  • Sie können auf dem weitläufigen Gelände mit Klettergerüst und Seilgarten toben, mit Sand und Naturmaterial, das sie in der Umgebung vorfinden, bauen.

  • Sie können sich Pausenspielzeug ausleihen.

  • Sie können die Sportplätze mit Fußballtoren und Basketballkörben nutzen.

  • Sie können sich im von Schülern für Schüler betriebenen Schülercafé versorgen oder Musik hören.

  • Sie können sich um Projekte kümmern, die sie eigenständig verantworten: z.B. den Schülersanitätsdienst ausüben, im Schulgarten und am Schulteich arbeiten oder Musik machen.

  • Die älteren Schüler dürfen die Pausenzeiten in den Gruppenräumen gestalten: Plaudern, Musikhören, spielen oder einfach weiterarbeiten.

  • Für "Indoor-Aktivitäten" stehen die Räume des Schülerhauses zur Verfügung, das in den Pausen geöffnet und dessen Spielangebot genutzt werden kann. Es ist mit einer Sozial-\Pädagogin besetzt.

  • Schüler ab dem 7. Schuljahr dürfen mit Einverständnis der Eltern das Schulgelände verlassen und sich z.B. im direkt anschließenden Wald bewegen.

Die jüngeren Kinder - in der Regel bis zum 4. Schuljahr - können nach Schulschluss wahlweise an einzelnen Tagen oder täglich bis 17 Uhr im Schülerhaus verbringen.