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Hoch in die Luft, Ringen, eine gruselige Nacht und Beautytime

Die B-Blau auf sportlicher Gruppenfahrt bei der Hessischen Turnjugend

Hoch geht's hinauf auf dem Trampolin

Die Stadtführung mit dem Nachtwächter beginnt noch mit Tageslicht

Die Illustration der Teebeutel-Gesichtsmasken (gezeichnet von Samira v. B.)

Vom Hofheimer Bahnhof ging es los mit dem Zug zur Hessischen Turnjugend nach Alsfeld. Dort haben wir zuerst einiges über die Olympischen Spiele gelernt und durften viele interessante und lustige Disziplinen ausprobieren, kurz gesagt: es war richtig cool.

Nach einer Gelände-Rallye nachmittags stand am nächsten Morgen Sperrwerfen an, als antike olympische Disziplin, mit selbst gefertigten Speeren – gefolgt vom Ringen an einem weiteren warmen Vormittag. Linus, der 55 kg schwere, unangefochtene „Fightmaster“ gewann gegen Alle, die sich immer wieder hintenanstellten. Doch auch er wurde irgendwann müde von den vielen Kämpfen. Diese Chance nutzte Samira, die „Starke“, und besiegte ihn. Hoch in die Luft ging es anschließend beim Trampolinspringen, einer heutigen olympischen Disziplin. Auf diesen Trampolinen kann man acht Meter hochspringen, das haben wir natürlich nicht geschafft. Aber es war toll.

An einem heißen Nachmittag hatten wir „Multiturnier“ im Programm. Ein wenig lustlos wegen der Hitze wurden wir in Teams eingeteilt. Wir haben uns eigene Teamnamen ausgedacht: die Hässlons, die Ultimativen Noobs, die Lauchs und die Kartoffeln. Mit Handball, Volleyball und Fußball fing es an. Und als Entschädigung für diese und alles Weitere gab es zum Abschluss kühle Getränke und Eis.

An einem Abend machten wir uns auf den Weg zu einer Nachtwanderung in die mittelalterliche Altstadt. Wir warteten eine Weile vor dem Rathaus auf den Nachtwächter. Zuerst stellte sich eine Frau in alten Kleidern zu uns und fragte, was wir da machen würden. Kurz darauf kam ein Mann mit Hut und einem Mantel aus grünem Samt. Der Nachtwächter nahm uns mit auf eine Tour durch die Altstadt.

Unser erster Halt war in der Nähe des Marktplatzes. Dort tauchte plötzlich ein Typ mit langem Gewand und ekligen Fingernägeln auf. Wir erschraken alle. Dann kettete er, der Henker, Silke an eine Wand. Sie guckte uns verängstigt an. Der Henker fragte uns, ob er sie hängen oder ertränken solle? Wie gruselig. Silke blieb zum Glück heil und gesund. Wir begegneten auf der Tour auch dem Totengräber und dem Pestarzt. Der Pestarzt machte einigen solche Angst, dass sie mit Bettina zurückgingen. Es wurde inzwischen dunkel, die Gassen um die alten Gemäuer wirkten noch enger. Uns wurde eine Geschichte über einen Mann erzählt, der beim Säubern des Stadtbaches nicht mithalf und sich einfach davongeschlichen hatte. Am Abend kam er zurück nach Hause und wollte sich die Haare waschen. Aber diese färbten sich rot. Und so wussten am nächsten Morgen alle, dass er ein Verräter war. Dann führte uns der Nachtwächter zu einem alten Turm. Dort trafen wir noch auf einen Mönch und liefen „der weißen Frau“ über den Weg. Am Ende der Wanderung spendierte Silke uns Eis, und wir waren froh wieder im richtigen Leben zu sein.

Unser letzter Abend endete mit einer sehr entspannten „Beautytime“. Ein paar Schülerinnen war langweilig geworden und so kamen sie auf die Idee, sich Gesichtsmasken aus Teebeuteln zu machen. Auch die Jungs nahmen diese Behandlung gerne an.

Auf dem Weg zurück im Zug nach Hofheim haben einige Karten gespielt, andere haben gelesen und wiederum andere haben geschlafen. Die Zugfahrt verlief sehr ruhig und alle hatten Spaß. Bei der Ankunft erwarteten uns schon unsere Eltern. Wir freuten uns und fuhren zufrieden nach Hause.

Jakob, Katherina, Marla und Samira