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Renovierung und Neuausstattung der Schülerwerkstatt

Großzügige Unterstützung durch Stiftungen

Manche Projekte dauern in der Vorbereitung etwas länger - aber dafür freut man sich umso mehr, wenn es aufgrund der Zusage finanzieller Förderungen in die Umsetzung gehen kann.

So ergeht es uns zur Zeit mit dem Projekt der Renovierung, Herstellung von Barrierefreiheit und Neuausstattung der Schüler-Werkstatt.

In den Jahren des Aufbaus der Schule und der Entwicklung des Zentrums mit der stetigen Inbetriebnahme weiterer Gebäude (zuerst über Erbpacht, dann Kauf und Sanierung ehemaliger Kinderheime eines Ordens, Neubau der Krippe) und den damit verbundenen finanziellen Verpflichtungen gerieten bestehende und funktionierende Einrichtungen wie die Schüler-Werkstatt leider etwas aus dem Fokus.

Die Schüler-Werkstatt wurde in den Jahren des Bestehens zwar immer wieder mal in Teilen renoviert und Geräte repariert, nach der Verantwortungsübernahme durch eine neue Kollegin wurde jedoch deutlich, dass eine Renovierung, Umstrukturierung und Neuausstattung der Schüler-Werkstatt aus verschiedenen Gründen dringend erforderlich ist.  

Als Basis für die Neukonzeptionierung und Neugestaltung erfolgten wesentliche Vorarbeiten, die von der Schulgemeinschaft (Eltern, Lehrerschaft und Schülerschaft) geleistet wurden: 

1.    Gründliches Entrümpeln der beiden Arbeitsräume in zwei Phasen sowie Entsorgung

2.    Sichtung des vorhandenen Materials sowie Instandsetzung, wenn möglich

3.    Neustrukturierung der Werkstatt sowie Erstellung eines neuen Ordnungssystems zur besseren Orientierung der Schülerinnen und Schüler  

Sicherheitsrelevante Sofortmaßnahmen 

Nach Prüfung des Ist-Zustandes wurde festgestellt, dass einige Geräte nicht mehr den gängigen Sicherheitsbestimmungen entsprachen oder defekt waren. Speziell für die Beseitigung von gravierenden sicherheitsrelevanten Mängeln wurden Mittel zur Verfügung gestellt. Hiervon erfolgte z.B. bereits der Kauf von Sicherheitsstaubsaugern der Gefahrenklasse M. Dabei wurde auf Sponsoringmöglichkeiten der Firma Alfred Kärcher GmbH & Co. KG zurückgegriffen, so dass ein Gerät kostenfrei und drei weitere mit einem Rabatt erworben werden konnten. Weiterhin wurde bereits ein Plattenregal installiert, um große Holzplatten sicher lagern zu können.

Erstellung eines Sanierungskonzeptes

Gemeinsam mit den Hausmeistern, die beide Handwerker sind, wurde von den Werkstatt-Lehrkräften ein Sanierungskonzept entwickelt, um die Werkstatt zu modernisieren und umzugestalten. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die behindertengerechte barrierefreie Umgestaltung, so dass auch Schüler im Rollstuhl die Werkstatt benutzen können.
Im Zuge dessen wurde z.B. im Außenbereich schon aus Eigenmitteln ein barrierefreier Zugang zur Werkstatt realisiert.

Ein ressourcenschonender Umgang war bei der Planung ein weiterer wichtiger Punkt.
So wurden beispielsweise die vorhandenen noch gut erhaltenen Schränke bereits aufgearbeitet und neu aufgestellt. Auf diese Weise entstand ein einheitliches, optisch ansprechendes Bild, was einer, im Sinne von Maria Montessori, guten vorbereiteten Umgebung entspricht. Die Stühle werden aus vorhandenen Beständen ausgetauscht.

Entwicklung eines neuen didaktischen Konzeptes

Im Zuge der Neustrukturierung wurde ein neues didaktisches Konzept für die Werkstatt entwickelt, in dem festgelegt wurde, mit welchen Techniken die Schülerinnen und Schüler weiterhin arbeiten können. Zur Vorbereitung der Neustrukturierung und des didaktischen Konzeptes erhielten die Lehrkräfte eine Fortbildung über das Staatliche Schulamt. Die Lehrkräfte wurden theoretisch und praktisch in eine sichere Arbeitsweise mit Holzbearbeitungsmaschinen eingewiesen. Weiterhin wurden die Bestimmungen, Verordnungen und Erlasse der Unfallkasse Hessen und des Hessischen Kultusministeriums zur Sicherheit vermittelt.

Zur Sensibilisierung für die Bedürfnisse von im Rollstuhl sitzenden Kindern fanden interne Gespräche und Einweisungen statt.

Als Ergänzung zum didaktischen Konzept wurde zudem begonnen, eine kleine Fachbibliothek zu diversen Werkthemen einzurichten, so dass die Schülerinnen und Schüler sich selbsttätig zu einer Technik ihres Interesses informieren können.

Neuplanung mit Schulausstattern

Für die Neuplanung der Werkstatt wurden zwei namenhafte Schulausstatter zu Rate gezogen. Nach erfolgter Begehung der Werkstatt wurden Objektzeichnungen sowie Angebote erstellt, die die vorhandenen Ressourcen und die notwendigen Neuanschaffungen berücksichtigen.

Die tatsächliche Neuausstattung und Gestaltung der Schüler-Werkstatt wird eine Kombination aus beiden Vorschlägen sein.

Im Rahmen der Neugestaltung wurde aus Sicherheits- und Aufsichtspflichtgründen auch eine neue Verbindungstür zwischen den beiden Räumen mit einer Sicherheitsglasscheibe eingeplant.

Finanzielle Förderer

Bereits im März 2018 wurde ein erster Projektantrag an die IKEA Stiftung gestellt, der im Juli mit einem Betrag von 25.000 Euro bewilligt wurde (50% der Antragssumme).

Die Suche nach weiteren Förderern gestaltete sich schwierig und auch die Antragstellung bei einzelnen Stiftungen war umfangreicher und mit mehreren Änderungen verbunden.

Im November 2018 erfolgte schließlich eine Zusage der Adolf Messer Stiftung mit einem Förderbetrag von 20.000 Euro.

Auch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hat auf Antrag einen Betrag in Höhe von 5.000 Euro aus Lottomitteln in Aussicht gestellt.

Zusammenfassend stellt sich die Finanzierung wie folgt dar:

  • IKEA Stiftung: 25.000 Euro

  • Adolf Messer Stiftung: 20.000 Euro

  • Wirtschaftsministerium: 5.000 Euro

 

Wir danken den Förderern sehr herzlich, denn ohne diese Unterstützung hätte das Projekt nur nach und nach über einen mehrjährigen Zeitraum umgesetzt werden können.

Die verbleibenden Restmittel für den barrierefreien Ausbau, die Renovierung und Ausstattung der Werkstatt liegen bei ca. 32.000 Euro und werden aus Eigenmitteln finanziert. 

Die Umsetzung ist bereits im Gange, die ersten Maschinen wurden schon geliefert. Voraussichtlich erfolgt die Hauptlieferung und Aufstellung während der Osterferien.