Eröffnet wurde die Feier von den Kindern des Kinderhauses mit dem Lied „Jeder Mensch kann anders sein“ – ein Motto, das den ganzen Vormittag begleitete.
Vom Ei zum eigenen Weg
In ihrer Begrüßungsrede nahm Schulleiterin Diana Dimitrov die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler mit auf eine kleine Reise: Sie brachte ein Ei mit auf die Bühne. Von außen sei darin zunächst nicht viel zu erkennen – und doch geschehe im Inneren etwas ganz Erstaunliches, ganz von selbst. „Alles, was es einmal braucht, um ein Vogel zu werden, trägt es bereits in sich“, erklärte Dimitrov den Kindern, bevor aus dem Ei ein Küken und schließlich ein bunter, bereits fliegender Vogel wird. Die Geschichte steht zugleich für einen Kerngedanken der Montessori-Pädagogik: Maria Montessori bezeichnete das Kind selbst als „Baumeister des Menschen“. Aufgabe der Erwachsenen sei es nicht, vorherzubestimmen, was aus einem Kind werden soll, sondern ihm eine „vorbereitete Umgebung“ zu schaffen, in der es selbst entdecken, ausprobieren und auch Fehler machen darf.
Auch an die Eltern richtete die Schulleiterin persönliche Worte: Die vielleicht schwierigste Aufgabe bestehe manchmal darin, „nicht sofort zu helfen“, sondern zu vertrauen, zu beobachten und zu ermutigen – und dem eigenen Kind zuzutrauen, Dinge selbst zu schaffen.
Buntes Programm der Schulgemeinschaft
Für viel Beifall sorgte das Rahmenprogramm der A-Gruppen (1.-3. Jahrgangsstufe): die A-Blau führte das Theaterstück „Der Buchstabenzauberer“ auf, die A-Gelb begeisterte mit einem Bändertanz, und die A-Rot stimmte gemeinsam den Schulstart-Song an. Auch die Mentorinnen und Mentoren sowie die Lernbegleiter*innen der A-Gruppen sangen mit den Kindern „Singing all together“. Schulsprecherin Cosima Lerch aus der 12. Jahrgangsstufe der D-Gruppe hieß die neuen Mitglieder der Schulgemeinschaft in einer eigenen kurzen Ansprache herzlich willkommen.
Nach der Feier ging es für die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler direkt in ihre neuen, jahrgangsgemischten Gruppen – begleitet von ihren Mentorinnen und Mentoren sowie älteren Kindern, die ihnen schon in den ersten Tagen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Während die Kinder ihre neue Umgebung erkundeten, nutzten die Eltern die Zeit für Kaffee, Kuchen und den Austausch mit den Elternbeiräten in der Mensa des Zentrums.
Nach ihrem ersten, noch kurzen Schultag kamen alle Kinder glücklich und stolz aus ihren neuen Gruppenräumen zurück zu ihren Familien. Ab Donnerstag begann für sie nun die eigentliche Reise: aus dem Ei zu schlüpfen und mit viel Neugier die große, weite Welt der Schule zu entdecken.


